HOMEPAGE
MORE
NICOFFEINE
TITEL: » BEWARE THE IDES OF AUGUST / SUPERCHARGER NO. SIX« TITEL: »BODYSOOTHING« / NICOFFEINE/LUDE-SPLIT TITEL: »SAVANT LIES AWAY FROM HOME« TITEL: »ADMIRING THOSE ARTHOLES«
REVIEWS | TITEL: »ADMIRING THOSE ARTHOLES«
[Vice]

Ungefähr zehn Minuten dauert es, dann hat dieser Noise-Presslufthammer sämtliche festgefahrenen Hörgewohnheiten zertrümmert und man fällt in einen tranceartigen Schwebezustand. Sodann wirkt die brutale Feedback-Orgie ebenso wunderbar entspannend wie etwa Miles Davis´ "In A Silent Way"-Sessions. Das Ganze funktioniert also ähnlich wie diese beknackten esoterischen 3D-Bilder aus den 90ern, nur dass in diesem Fall das Resultat tatsächlich Spaß macht. (8/10)

Vice // Andreas Richter // Nr.02 Februar 2008

14-04-2008
[Visions]

Was ist ein Arthole? Ein Rüpel der Kunst oder ein Loch in ihrem Gefüge? Freigeistiger Noise, sturköpfig und extrem, aber gitarrendominiert. - Das sollte man betonen. Schließlich gibt es noch radikaleres da draußen. Elektrokrach. Zwölftonmusik. Merzbow. Nicoffeine kennen das wahrscheinlich alles und haben zudem den Geist der improvisierten Musik aufgesogen. Es würde nicht wundern, wenn bei ihnen zur Pause John Zorn genauso aufgelegt würde wie die Big Band aus Fantomas und Melvins. Sie vertrauen auf den Lärm der Gitarren und haben immer noch den Rock als Basis, auch wenn sie ihn zerstückeln und dabei eine zähflüssige, spröde Version von Chaoscore auflegen, der es weder um virtuoses Brustgetommel noch um Testosteronbelege geht. Anstrengendes, gnadenloses Gehacke dominiert die Flanken dieses Albums, doch sein fast zwanzigminütiges Zentrum namens "Vanity Dear Rarity" erlaubt sich vergleichsweise zugängliche Züge und weckt sogar Erinnerungen an Noise- und Postrock-Hybride wie Isis oder Long Distance Calling - bereinigt von jeder umarmenden Wärme, wie man unbedingt dazusagen muss. Trotzdem: Es sind diese Momente fast "klassischer" Lärmstimmungsmacher, die Nicoffeine davor bewahren, reine "Artholes" im Sinne von kalter Kopfkunst zu sein. Und es sind die bei aller Improvisation nachvollziehbaren, phasenweise rauschhaften Rhythmen, die dieses Album noch in der Welt des Rocks halten, auch wenn es seine Krallen ständig durch die musikalischen "Artholes" in die Paralellwelten der Avantgarde streckt. (8/12)

Visions // Oliver Uschmann // Nr.180 März 2008

14-04-2008
[www.plattentests.de]

Trommelfeuer. - Stell Dir vor, Du bist eine Comic-Figur. Und zwar eine der klassischen, aus den Warner-Bros-Cartoons. Stell Dir vor, es ist mal wieder niemand da, der Dir rät: "Schauen sie lieber nicht in diesen Auspuff." Stell Dir vor, wie Du Dich tief in die Hüfte beugst, eine Hand rätselnd zur Kinnlade führst, das linke Auge schließt. Wie Dein dezent-charmanter Sprachfehler (ein Lispeln vielleicht oder Karottenscheiben zwischen den Hauern, lustigerdings und bezeichnenderweis) gerade noch ein argwöhnendes "Also ich weiß nicht recht" hervorgluckst. Bevor der Hahn quadratkilometerweit aufgerissen wird. Feuer spuckt. Haare, Haut, Zahnfleisch gar, nach hinten brennt. Stell Dir vor, wie Du dann dastehst, die Pose gehalten, der Blick hingegen erstaunt (untertrieben) und der Wille gebrochen (leider wahr). Kannst Du nicht? Dann erst Recht: Asche auf Dein Haupt. Nicoffeine, jener Noiserock-Bolide aus dem Hause Blunoise, nimmt mit "Admiring those artholes" seinen dritten Anlauf. Und, wie immer: Man funkt am besten bereits Tage vorher schon mal vorsorglich S.O.S. Ohrfeigen, Arschtritte, Nackenschläge - "Admiring those artholes" verteilt all das im Sekundentakt. Man könnte beinahe glauben, gerade verprügelt zu werden. Es quietscht, es kracht, es brüllt Unverständliches, es schlägt wild um sich, es wummert von unten rauf bis in die Haarspitzen, lässt die Darmzotteln erzittern. In all seinen Berserker-Momenten hat "Admiring those artholes" beinahe die zerstörerische Energie der Louisviller Math-Rock-Heroen Rodan. Und auch sonst ist die Sprungweite zwischen Noise-, Math- und Post-Rock für Nicoffeine merklich geschrumpft. Was Mogwai teils in den Outros ihrer Songs ausrichten (erinnert sei an das herrlich kompromisslose "My father, my king"), das walzt etwa "Vanity dear rarity" auf 20 Minuten zum Grundkonzept platt. Von Melancholie und ihren Spannungsberechnungen haben Nicoffeine hingegen nur vom Draufspucken was gehört. Drummer Norman Achenbach - mittlerweile ersetzt durch Jörg A. Schneider (Les Hommes Qui Wear Espandrillos, Gaffa) - hat neben Mastermind Sohyel Nassary - der in Web und Video seit Jahren auch den Look von blunoise mitgestaltet - und Bassist Christian Jung hier endlich wieder Freispiel, was das exzellente Können dieses Ausnahmeschlagzeugers in einen wahren Orkan verwandelt.. Dass Guido Lucas hinter den Reglern die Stimmung genüsslich weiter anheizt, sollte hingegen selbstverständlich sein. "Admiring those artholes" platzt andauernd aus allen Nähten, allerdings ist bei all dem Budenzauber und Trommelfeuer jeder Snareschlag, jedes noch so kurze Feedback wohlgesetzt und arrangiert. Gespielte Uferlosigkeit, die sich nie auch nur für fünf Sekunden zurückhält, aber den ganzen Lärm auch als fest und eng sitzendes Korsett nutzt. Wer Krach generell nicht vertragen kann, der ist hier von vorn herein nicht eingeladen. Alle anderen können sich jedoch über dem immer noch ausgestellten Entenpodex schon mal das qualmende Näschen blasen. Die Pose weiter halten, das Taschentuch flattern, den Luftstrom hingegen geradewegs ins Gehirn schießen lassen: Druckausgleich, bitte jetzt! (7/10)

www.plattentests.de // Tobias Hinrichs // 09.03.08

14-04-2008
[www.titel-magazin.com]

Gepflegter Krach kommt nie aus der Mode. Nicoffeine aus Koblenz, ein Projekt des Designers Soheyl Nassary, der hier wie auch bei den bisherigen Platten das Coverartwork selbst entworfen hat, verschreiben sich der hochmanierierten Gitarrenmusik, die auf den ersten Blick wie improvisiert wirkt, in Wirklichkeit aber äußerst klaren Arrangements folgt. Außerdem kann man damit wunderbar die Schwiegermutter erschrecken, denn es werden hohe Distortionwerte erreicht, und schnöde Harmonien sucht man hier sowieso vergebens. Mögen oder gar bewundern muss man diese Artholes natürlich nicht. Aber ihnen ein aufmerksames Ohr leihen in Zeiten der akustischen Reizüberflutung, das sollte man schon. Man könnte mit angenehmen Aha-Erlebnissen belohnt werden.

www.titel-magazin.com // Tina Manske // 15.02.08

14-04-2008
[www.gaesteliste.de]

Amphetamin fehlt noch im Bandnamen - ansonsten ist diese Scheibe praktisch selbsterklärend. Auf ihrem dritten Album machen die Krach-Artrocker nämlich genau das: Instrumentellen Artrock (so in der brutalstmöglichen King Crimson-Variante) - aber weniger strukturiert, da spontan, überlaut und live im Studio eingespielt und mit wesentlich mehr soundmäßigem Störfeuer (es gibt gar einen Fachmann für Soundscapes in der Band) - vor allen Dingen aber wild und ungezügelt. Als in musikalische Form gebrachter überlanger Wutausbruch ist das Ganze nachzuvollziehen - aber nicht unbedingt zu verstehen: Es muss ja schon geschmerzt haben, diesen mörderischen Urschrei einzuspielen - geschweige denn sich nachher durch Zuhören damit auseinanderzusetzen. Als Außenstehender bleibt man da eher kopfschüttelnd und verwirrt zurück und fragt sich, wer a) Geld dafür ausgibt, solcherlei in durchaus ansprechendem künstlerischen Gewand zu veröffentlichen und wer b) Geld dafür ausgeben soll, ebendies käuflich zu erwerben. Das muss ganz einfach Kunst sein.

www.gaesteliste.de // Ullrich Maurer // 15.02.08

14-04-2008
[www.triggerfish.de]

Sound noir - Sinniert man über die Speerspitzen des gepflegten Krachs, fallen schnell Namen wie Blood Brothers, Isis oder Dillinger Escape Plan. Während die Avantgardisten aus Übersee in ihrer Heimat teilweise für gut besuchte Clubs sorgen, fristen Genre-Vertreter hierzulande ein absolutes Nischendasein.Ähnlich wie ihre amerikanischen Pendants, frönen auch die aus Koblenz stammenden und bereits 1995 gegründeten NICOFFEINE kakophonischen Soundgewittern und Hörsturz provozierenden Stakkato-Salven. Abseits poppiger Songstrukturen und jeglicher Konventionalität, legen sie mit ihrer aktuellen LP "Admiring Those Artholes" ein Werk vor, das eine sehr spezielle Zielgruppe anspricht und sicherlich nicht bei einmaligem Hören komplett erfasst werden kann. Verstörend und zugleich beeindruckend, präsentiert sich ihre Ästhetisierung des Krachs wie ein wildes Kaleidoskop, zusammengeflickt aus tief wummernden Gitarren, irritierenden Tempi-Wechseln und düsteren Klangteppichen, die den Hörer auf eine konfus-surreale Ebene hieven. Dabei liegt das Harmoniegespür des Quartetts sehr tief unter der Oberfläche verborgen. Meist überwiegen dissonante Gitarren-Figuren, bizarre Störgeräusche und undefinierbare Sound-Fragmente, die zusammen ein atmosphärisch beklemmendes Klang-Mosaik ergeben, welches nie nur die bloße Summe seiner Teile darstellt. Fast komplett instrumental gehalten, wird der Gesang nur sehr spärlich, oft verfremdet eingesetzt und dient eher der Intensivierung des dargebotenen Chaos', als dass er konkrete Geschichten transportieren würde. Die beiden Monumental-Tracks "Vanity Dear Rarity" und "City Of R'N'R" beide die Zehn-Minuten-Marke sprengend stellen zwei Seiten einer Medaille dar: Ersterer mäandert durch vergleichsweise ruhige, sphärische Gefilde, deren Ruhe nur partiell von verzerrten Vocals gestört wird, die dezent an Underworld's "Born Slippy" erinnern . In zweiterem dominieren Hektik, stolpernde Snare-Attacken und markerschütterndes Gekeife, das sich mit quietschenden Rückkopplungen zu einem ekstatischen Noise-Manifest konglomeriert und einen gen Ende mit kryptischen Roboterlauten konsterniert zurücklässt. Man könnte hier von Konzept sprechen. Ähnlich wie Thrice mit ihrem Alchemy Index jüngst den Kontrast der Elemente Wasser und Feuer vertonten, scheinen auch NICOFFEINE anhand ihrer beiden Epen zwei extreme Zustände darstellen zu wollen. Besonders "Vanity..." sorgt mit heulenden Gitarren-Leads für schaurige Stimmung, lässt ein dunkles Meer unzähliger Strömungen vorm geistigen Auge erscheinen, aus dessen Fängen es kein Entrinnen gibt. Der moderne Film noir, er hätte seinen passenden Soundtrack gefunden. "Admiring Those Artholes" am Stück zu hören, ist schwierig. Dem Ganzen überhaupt etwas abgewinnen zu können, letztlich simpel eine Frage des Geschmacks. Die Collage-artigen Kompositionen verzichten bewusst auf Stringenz und Leitmotive und sind in ihrer Radikalität und Härte schwer verdaulich. Nur selten wird der klangliche Grundtenor, der ein Bild der emotionalen Tristesse zeichnet, von kleinen Hoffnungsschimmern durchbrochen. Dennoch faszinieren NICOFFEINE gerade durch die verborgene Schönheit, die sich einem offenbart sobald man beginnt mehr als nur die irritierende Komplexität und Kälte der Stücke wahrzunehmen. Nicht jeder wird jedoch für diese eigene Form der Schönheit empfänglich sein.

www.triggerfish.de // Joshua Salewski // 28.01.08

14-04-2008
[www.satt.org]

Dem Märzen wohnte auch schon mehr Verheißung inne. Shakespeares Brutus hatte recht, der warme Tag ists, der die Natter zeugt. Die tritt am liebsten grüppchenweise auf, penetrant gutgelaunt und die Winterhaut in die fahle Sonne haltend. Alle Welt soll sehen, dass wir uns noch auswärtiges Kaffeetrinken leisten können. Deshalb frisch auf die Stühle und breit an die Tische gepflanzt, draußen vor der Tür bei maximal 10 Grad über Null. Dann hat bis heute kein Radfahrer kapiert, dass er oder sie auf dem Gehweg partout nichts verloren hat. Wie zum Hohn stellen Linkin Park ihre Tour unter das Motto »Projekt Revolution«. Und Roland Koch musste sich noch immer keine neuen Visitenkarten drucken lassen. Soll man gähnen? Soll man gehen? Oder einfach zu Hause bleiben, mit Musik, die einer gewissen Übellaunigkeit zu ihrem Recht verhilft und zum guten Ende für befreites Lächeln sorgt? Wer sich für die letzte Variante entscheidet, zu ihr sei dann am ehesten geraten, sollte Nicoffeine aus Koblenz, Soheyl Nassary, Gesang und Gitarre, Christian Jung, Bass, Jörg A. Schneider, Norman Achenbach, Schlagzeug und einem Menschen, der sich hinter dem Pseudonym The Errorist verbirgt, 47 Minuten Gehör schenken. Sie sind Fans von King Crimson und The Birthday Party. Plagiatoren sind sie zum Glück keine. Wer unbedingt auf Vergleiche aus ist, sollte sich eher bei den auch nicht mehr ganz neuen, herrlich-verrückten Metallern umtun, die auf Southern Lord die Trommelfelle attackieren: Boris, Earth und Sunn O))), Langhaarige und Rauschebärte, für die Black Sabbath und Sun Ra kein Widerspruch sind. Ältere Semester mögen sich noch an die Hamburger vom Rossburger Report erinnern, die in den Neunzigern mit zwölf Gitarren, einem Bass und zwei Schlagzeugerinnen progressivst lärmten und einen dieser unvergesslich-lauten Abende mit Caspar Brötzmann im Berliner Tacheles eröffneten. Ein Jahr, nachdem Brötzmann junior sein bis jetzt letztes Album »Mute Massaker« (1999) veröffentlichte, haben sich Nicoffeine gegründet. »Admiring Those Artholes« ist ihre fünfte, zählt man die »Pornoise EP« der Vorgängerband Midian hinzu, ihre sechste Platte, wieder erschienen auf Blue Noise Records, Guido Lucas Label mit dem stilsicheren Logo, das uns seit längerem mit schillernden Klängen zwischen Experiment, Kraut und Psychedelic versorgt. Das Wortspiel im Titel steht nicht umsonst da. Ganz klar ist das Kunstmusik, zum Glück aber solche, mit der man nicht unbedingt schicke Berlin-Mitte-Galerien eröffnen sollte. Es sei denn, um den anwesenden Käufern zu signalisieren, dass es wirklich nur ihr Geld ist, was ihnen Eintritt verschafft. Mit einer aufs Böseste verzerrten Gitarre fängt das Album an, mit Knirschen und Brummen aus den Verstärkern endet es. Dazwischen wehen Fetzen von Gesang durch das Klanginferno, sorgt man sich um die Haltbarkeit des Schlagzeugs und stellt schon mal vorsorglich zwei, drei Bier für die Nachbarn kalt, wenn man ihr Klingeln denn hören könnte. »Admiring Those Artholes« ist eine Platte, die aufs Schönste für Platz im Kopf sorgt. Von mir aus darf es jetzt auch Frühling werden.

www.satt.org // Robert Mießner // 24.03.08

14-04-2008
[www.hurricanebar.de]

Erster Höreindruck: Heilige Scheiße. Was ist das? Zweiter Höreindruck: Heilige Scheiße. Was ist das denn für ein geiles Zeugs? Dritter Höreindruck: Heilige Scheiße. Das ist doch nur noch krank! Alle auf Melodien oder auch nur in die Richtung gehende Musik stehenden bitte nicht mehr weiterlesen. Und erst gar nicht in die Versuchung kommen in Admiring Those Artholes reinzuhören. Für diejenigen bedeutet Nicoffeine nämlich den reinsten Angriff auf die Ohren inklusive anschließendem Nervenzusammenbruch. Wer aber auf solche abgefahrenen Sachen wie Melvins oder Neurosis steht, für den ist diese Platte ein absolutes Muss. Über alle Regeln der Musik setzt sich hier Seheyl Nassary, der Kopf hinter Nicoofeine, hinweg. Ohne Kompromisse setzt er seine Gedanken um, schiebt Gitarrenriffs über Gitarrenriffs über Gitarrenriffs. Und wenn dann mal jemand singt wie bei yoko Mono, pardon, schreit, dann klingt es nicht wirklich wie das Zwitschern der Nachtigall. Eher wie ein abgestochenes Stück Etwas. Zusammen hört es sich wie schon gesagt sehr sehr krank an. Aber auch geil weil unkonventionell und mit den gewissen L.M.A.A.-Gefühl. Mal so richtig wie ein Schlag in die Fresse aller Harmoniebedürftigen. Ich nenne das ganze jetzt mal einfach Chaos-Post-Krach-Rock. Auch wenn es so erscheinen mag, als ob Nassary hier nur improvisieren würde sind alle sechs Lieder auf Admiring Those Artholes fein säuberlich durchkomponiert worden. Sechs Lieder in knapp 48 Minuten, davon eins mit über 19 Minuten und das kürzeste mit 2:23 Minuten sprechen eine eindeutige Sprache. Hier wusste einer was er macht. Aufgenommen hat Nassary sein drittes Album zusammen mit Guido Lucas. Zwischen den beiden scheint die Chemie zu stimmen, wobei der gute Guido ja auch einen an der Klatsche hat. Im positiven Sinne versteht sich. Nassary selbst ist nicht nur der Kopf von Nicoffeine sondern nebenbei auch noch Designkünstler. So hat er auch das Artwork seines neuen Werkes selbst entworfen. Ein total durchgeknallter Typ! Ein total durchgeknalltes Album! (8/12)

www.hurricanebar.de // Thomas Stein // 12.02.08

14-04-2008
[www.flight13.de]

Wow, hier werden keine Gefangenen gemacht, Hörgewohnheiten beiseite geschoben und ein Sch..... auf Songstrukturen gegeben, als Hörer ist man schon froh, wen die Band ein gemeinsames Ende findet. Ansonsten schiebt und grollt die Backing band und kreischt, seufzt und flirrt die Gitarre im Vordergrund; manchmal kommen bestialische Schrei hinzu. Noise wird hier noch gross-geschrieben, und das komplette Album verlangt dem Hörer einiges an Konzentration und Aufmerksamkeit ab. Für Nicoffeine braucht man Zeit und Ruhe, dann eröffnen sich einem die einzigartigen Klangwelten, und man hat eine Chance die Dichte zu erschliessen, alles andere könnte nerven. Und daheim sind die Koblenzer natürlich auf dem besten deutschen Noise Label *Blue Noise - Brachial!

www.flight13.de

14-04-2008
[Ox-Fanzine]

NICOFFEINE knüpfen mit ihrem dritten Album nahtlos an das an, was sie schon auf Vorgängern wie "Savant Lies Away From Home", als ich zum ersten Mal auf sie gestoßen bin, bis zur Perfektion zelebriert haben: In der Tradition des Blunoise-Sounds und einer Sparte, die ich jetzt einmal wage, als avantgarditischen Gitarren-Krach zu titulieren, irgendwo zwischen den MELVINS und NEUROSIS, spielen sie teils schleppenden, teils hektischen Noise-Rock, der mal zu schnellen und erstaunlich kurzen Songs führt (immerhin drei der sechs Songs sprengen nicht die Vier-Minuten-Grenze), mal zu nachgerade epischen (zwölf beziehungsweise neunzehn Minuten Länge) Stücken führt, in den munter dem Gitarrenfeedback und dem Psychedelic Rock gefrönt wird, Melodien endlos lange breit gewalzt und hörbar zermalmt werden und all das mit einem wunderbar virtuosen, aufwühlenden und treibenden Schlagzeug unterlegt wird. Eine Musik, die im Zusammenhang mit DSE mal jemand, ich glaube es war ein Autor des Roccos-Adventure-Fanzines, als "Hirnbolzen" bezeichnet hat. Auf voller Lautstärke unerträglich, aber auch unerträglich schön. (8)

NICOFFEINE knüpfen mit ihrem dritten Album nahtlos an das an, was sie schon auf Vorgängern wie "Savant Lies Away From Home", als ich zum ersten Mal auf sie gestoßen bin, bis zur Perfektion zelebriert haben: In der Tradition des Blunoise-Sounds und einer Sparte, die ich jetzt einmal wage, als avantgarditischen Gitarren-Krach zu titulieren, irgendwo zwischen den MELVINS und NEUROSIS, spielen sie teils schleppenden, teils hektischen Noise-Rock, der mal zu schnellen und erstaunlich kurzen Songs führt (immerhin drei der sechs Songs sprengen nicht die Vier-Minuten-Grenze), mal zu nachgerade epischen (zwölf beziehungsweise neunzehn Minuten Länge) Stücken führt, in den munter dem Gitarrenfeedback und dem Psychedelic Rock gefrönt wird, Melodien endlos lange breit gewalzt und hörbar zermalmt werden und all das mit einem wunderbar virtuosen, aufwühlenden und treibenden Schlagzeug unterlegt wird. Eine Musik, die im Zusammenhang mit DSE mal jemand, ich glaube es war ein Autor des Roccos-Adventure-Fanzines, als "Hirnbolzen" bezeichnet hat. Auf voller Lautstärke unerträglich, aber auch unerträglich schön. (8)

Ox-Fanzine // Chris Wilpert // Ausgabe #76

14-04-2008