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NOVA DRIVE
TITEL: »HEAD TRIP«
REVIEWS | TITEL: »HEAD TRIP«
[www.gaesteliste.de]

Es gibt viele Scheiben dieser Art, die allerdings meist im allgemeinen Testestoron-Gemenge untergehen. Scheiben mit harter, trockener Rockmusik, polternder Rhythmusgruppe und leicht psychedelischen Gitarrensounds, die sich in der schieren Darstellung der musikalischen Kraft gefallen. So ein bisschen wie Balzen ohne Weibchen. Hier ist das anders - nicht zuletzt deswegen, weil bei Nova Drive mit Sängerin Suse Michel (Slags) eine Frau am Werke ist, die mit ihrem einfühlsamen Gesang das ganze musikalische Muskelprotzen auf elegante Weise relativiert. Eine weitere Eigenart, die die Nova Drive-Elaborate auszeichnet, ist die Tatsache, dass der Inspiration breiter Raum gegeben wird. Die z.T. sehr langen Stücke hören sich an, als seien sie über weite Teile improvisiert worden. Sollte das nicht so sein, klingen sie gleichwohl immer noch ungemein hypnotisch und lebendig - auch deswegen, weil Nova Drive wissen, was man mit Rhythmus alles anstellen kann, ohne den Rockdrive zu verlieren. Einen ähnlichen Ansatz verfolgen ja z.B. Jelly Planet - wobei indes Nova Drive weit weniger bewusstseinserweiternd agieren, aber zuweilen auch zur unerbittlichen Krautrock-Motorik schielen. Nova Drive, das ist der alternative Gegenentwurf zum urbanen, dräuenden Desolatrock unserer Tage - und ein recht attraktiver und kurzweiliger zudem.
www.gaesteliste.de // Ullrich Maurer // 13.10.06

01-02-2008
[www.tinnitus-mag.de]

Wer eine Platte mit einem Cover beginnt ist mutig. Wer eine Platte mit einem David Bowie Cover eröffnet ist richtig mutig. Und wer dabei eine so gute Figur macht wie diese drei Herren plus Frontdame aus Frankfurt hat schon vorne weg Respekt verdient. Andy Warhole bekommt das Intro geklaut und bratzige E-Gitarren verpasst, dazu Suses markante Stimme, und das ganze klingt auch noch gut. Und dabei bleibt es auf dieser Platte soweit auch. Gekonnt wird ein wenig guter, alter Krautrock mit Spacerock und auch mal ein paar straighten Rock-Parts vermengt, das ganze im schön krudem Bluebox-Sound, was will man mehr. Black Haired Man kommt ganz schön progig daher und erinnert nicht wenig an alte, deutsche Krauthelden, ein wenig abgedreht und verspielt, düdüdüdü, und dann ein feiner Ausbruch in psychedelische Sphären. Spacerock halt. I Come To Say Goodbye fährt die ganz schweren Geschütze auf, nebelige Orgel Sounds und WahWah Gitarren mit Dealy bis zum Abwinken, das hat der alte Hippie eben gerne. Und immer wieder erstaunt es ein wenig, wie gut dazu die Stimme der guten Suse passt, die sich freudiger Weise von nervigem Gesäusel fern hält und kraftvoll ihrer Frau steht. My My My (sehr geiler Solo-Part am Ende) oder And I Cried (Text von Zappa ausgeliehen) schlagen in eine ähnliche Kerbe, verdrogter Spacerock mit ordentlich fuzzigen Gitarren und Synthies, aber immer auch mal wieder treibend und, dank des Gesangs nie in zu sehr vernebelte Sphären abrückend. Das ruhige Vampire hat wieder so ein leichtes Kraut-Feeling, kann aber wie das leicht dröge This Day weniger überzeugen, aus den Songs hätte man ein wenig mehr machen müssen, so dümpeln sie ein wenig am Rest der Platte vorbei. Der ist dafür umso gelungener, Nova Drive klingen nicht zuletzt dank ihrer Sängerin frisch und haben gute Ideen, die sie zumeist ebenso gut umsetzten. Freunde der psychedelischen Klänge und markanter Frauenstimmen, zugegriffen. (7,5/10)
www.tinnitus-mag.de // Haiko Nahm // 31.10.06

01-02-2008
[Spex]

(...) Dann lieber NOVA DRIVE, die haben ihre Progrock-Soundgemälde klugerweise von allen geschichtlichen Vorgaben weitgehend entkoppelt und surfen auf "Headtrip" durch zähflüssige Lava, bis die Lautsprecherboxen qualmen. (...)
Spex // Andreas Schiegl // Nr.304 November 2006 _ Kolumne "Wasteland!"

01-02-2008
[Eclipsed]

Rock ist ein weitläufiger Betriff. Und um die Musik auf headtrip_, dem neuen Album des deutschen Quartetts NOVA DRIVE, zu deklarieren, muss dieser Begriff fast bis zum Zerreißen gedehnt werden. Der Opener, das David-Bowie-Cover Andy Warhol_, hält Stonerrock inklusive ausgedehntem Fuzz-Gitarrensolo bereit. My My My_ ist lupenreiner Spacerock voller Kraft und Tempo. Vampire_ ist relaxt, geschmeidig mit dezent gesetzten Bässen, Orgeln und Schlagzeug. Und über all dem schwebt ein Hauch Psychedelic. Doch das ist nicht das einzige, was schwebt. Zum einen ist die Stimme von Sängerin Suse Michel sehr ausdrucksstark, ihre besten Momente hat sie, wenn die Musik rockiger wird wie in Black Haired Man_. Dann erinnert sie gar an Patti Smith. Zum anderen klingt der Gitarrensound _ seien es kleine Licks, lange Soli oder krachende Akkorde _ unglaublich nah, als würden die Saiten direkt auf der Haut vibrieren. In And I cried_ (Text: Frank Zappa) gar wie grollender Donner und jaulende Walgesänge. Schon erstaunlich.
Eclipsed // Bernd Sievers // Nr.86 Oktober 2006

01-02-2008
[www.daredevilrecords.de]

NOVADRIVE from Frankfurt Germany are a great Space Rock band with some Kraut Rock influences. The opener ANDY WARHOL is a great opener with a cool groove and some progressive parts who turns into a great Space Rock song. Especially the vocals from Suse, which are a Highlight on this release, fit perfect and are unique. BLACK HAIRED MAN is a strange track with some electronic stuff and far out sounds. Very interesting. I hope you all check out this band on stage. They work with mighty lights and projections. Great record! Get it! I COME TO SAY GOODBYE is the different to the song before. Slow, more melodic (no mainstream!) and with a great vocal line again. And with silent keyboard sounds who turns into a great rocking chorus. VAMPIRE is a pure TRIP HOP track who fits perfect to the vocals from Suse and the band. MY MY MY and AND I CRIED are pure Space Rock songs again and THIS DAY, the last track, sounds like a big jam. The journey begins and I know for NOVA DRIVE it will be a long and never ending journey. Impressive! (8/10)
www.daredevilrecords.de // Jochen Böllath // 23.09.06

01-02-2008