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SCHWARZ
TITEL: »Espíritus del desierto, yo os invoco«
REVIEWS | TITEL: »Espíritus del desierto, yo os invoco«
[Espíritus del desierto, yo os invoco]

Käferhorden kämpfen mit Ameisenschwärmen, Roboter fliegen in psychedelischer Glückseligkeit durch den Weltraum, Wellenberge brechen zusammen. Ein Tag ohne Schatten, ein weißes Rauschen, Weltuntergangsstimmung, ein fröhliches Brummen, ein munteres Krabbeln, ein dröhnendes Schlaflied, ein Alptraum, ein Riesenspaß.

"Espíritus del desierto, yo os invoco", das nur auf Vinyl veröffentlicht wird, ist ein Post-Kraut-Rock-Album sondergleichen. Die Lieder, ausufernde Monstren aus Keyboard, Gitarre und leisem, spanischen Gesang pendeln immer wieder zwischen verschiedenen Stimmungen hin und her, haben nur selten eine erkennbare klare Linie, wodurch sie manchmal etwas arg anstrengen werden. Auf der anderen Seite bleibt das Album dadurch aber auch sehr spannend: Ständig passiert Unerwartetes: Harmonien werden gestreckt und zu diffusem Dröhnen verzerrt, Lieder machen spontane Kehrtwendungen, Noise-Lärm-Passagen bekommen auf einmal süßen Blumenduft und hin und wieder steht mitten in dem Chaos plötzlich ein nahezu perfekter Popsong. Trotz der ganzen Sprünge, Brüche und Abgründe bleibt das Album konsistent und behält seine eigentümliche Grundstimmung durchgängig bei, so dass das ganze Werk doch wie aus einem Guss wirkt. SCHWARZ haben mit diesem Album nicht nur ein sonderbares Stück Musik geschaffen, "Espíritus del desierto, yo os invoco" ist mehr als das. Es ist eine Herausforderung, eine Zumutung und es ist auch ein modernes Kunstwerk. Sperrig, verstörend, beeindruckend und fast unmöglich, in seinem vollen Ausmaß zu begreifen.

roteraupe.de

 

 

15-02-2012
[Espíritus del desierto, yo os invoco]

Flüchtig betrachtet ist das hier ein etwas überfrachteter Gemischtwarenladen, in dem du alles bekommst von Kraftwerk-Bauplänen über Can-nabis undist ja gut, wir hören ja schon auf mit den beknackten Wortspieleneiner abgegriffenen Ausgabe von Das Kapital und dem, was Gang of Four später daraus gemacht haben. Bei genauerem Hinhören bekommt man dann aber den Eindruck, Schwarz würden mit ihren Instrumenten in der Aula der Frankfurter Schule ein akustisches Improtheater aufführen und, ehrlich gesagt, es auch ein bisschen mit der Angst zu tun.

VICE Magazin

15-02-2012
[Espíritus del desierto, yo os invoco]

Feinster Psychedelic-Rock aus Spanien!

Flight 13.de

 

15-02-2012
[Espíritus del desierto, yo os invoco]

Eine wundervolle LP in transparentem Vinyl so kommt Espiritus del desierto, yo os invoco (bluNoise Records / Alive), VÖ numero 7 von SCHWARZ, daher. Schwarz war ursprünglich ein Solo-Project des Spaniers Alfonso, ist mittlerweile jedoch ein Trio. Musikalisch bedeutet das knarzende Elektro-Kraut-Sounds aus Spanien, die mit psychedelischen Wänden aus Gitarren getränkt sind. Schwere Geschütze in teilweise gebremstem Tempo! ****

westzeit.de

 

15-02-2012